Uni.Urban.Mobil.

Templergraben soll Oase für Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende und Busfahrgäste werden

Ankündigung Pressemitteilung 08.06.2020

Verkehrsverbände starten Bürgerantrag und Online-Petition

Ein attraktiver Templergraben für Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende und Busfahrgäste – dieses Ziel verfolgen Uni.Urban.Mobil. (U.U.M.), eine Initiative von Aachener Studierenden, sowie die Verkehrsverbände VCD und ADFC. Sie haben jetzt gemeinsam eine entsprechende Bürgeranregung an die Stadt gerichtet. Unterstützer können dazu die Petition unter https://uum-ac.de/templergraben mitzeichnen.

Kern des Konzepts ist die Unterbrechung des Templergrabens für den Autoverkehr vor dem Hauptgebäude der Universität. Mögliche Ausweichverkehre auf der Jakobstraße und dem Annuntiatenbach sollen durch weitere Maßnahmen verhindert werden.

Die Lösung bietet gleich mehrere Vorteile. „Der Bereich vor dem Hauptgebäude wird für Zu-Fuß-Gehende zu einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität,“ erläutert Svenja Püschel (U.U.M.) und verweist darauf, dass sie in diesem zentralen Campusbereich der Universität ohnehin die Mehrheit der Verkehrsteilnehmenden sind.

Weiterhin können hier zukünftig Radfahrende sicher und zügig unterwegs sein. Die Verkehrsentlastung wird mindestens von der Königstraße bis zur Wüllnerstraße reichen. Bisher teilen sie sich den Straßenraum mit dichtem Autoverkehr, der zu Stoßzeiten lange Staus verursacht und viele abschreckt, die auch in der Innenstadt gerne mit dem Rad unterwegs wären. Der Grabenring als zukünftiger Verteiler für das Radvorrang-Netz wird hier in einem ersten Abschnitt Realität.

Auch die Busfahrgäste profitieren, der Fahrplan kann besser eingehalten werden. Nicht zuletzt werden Anwohner*innen von Lärm und schlechter Luft entlastet.

Die Bürgeranregung wird bereits durch zahlreiche Fachschaften, Initiativen und Einzelhändler*innen unterstützt, die unter https://uum-ac.de/templergraben gelistet sind. In den vergangenen Jahrzehnten wurde schon mehrfach diskutiert, den Templergraben für Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende aufzuwerten. U.a. wünschte sich die RWTH bereits 2007 dort einen Platzbereich ohne Autoverkehr. Der Templergraben wurde dann zwar baulich umgestaltet, für den Kfz-Verkehr wurde aber nur Tempo 30 als verkehrsberuhigende Maßnahme eingerichtet. Diese Regelung zeigt sich in der Praxis als unzureichend. Gerade zu Hauptverkehrszeiten sind ein hohes Kfz-Aufkommen und lange Rückstaus festzustellen.

Die Pressemitteilung zum Download hier.

Weitere Informationen

Templergraben autofrei!

Wir haben zusammen mit dem VCD und ADFC einen Bürgerantrag zur Unterbindung der Schleichverkehre auf dem Templergraben eingereicht. Dazu haben wir eine Online-Petition gestartet, um das Anliegen bekannt zu machen. Informiere dich hier und zeichne die Petition!

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Breite Mehrheit im Studierendenparlament für autofreien Templergraben

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In der Sitzung des Studierendenparlaments am 10.6. haben sich dessen Mitglieder mit übergroßer Mehrheit hinter unsere Forderungen gestellt. Mit 37 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und einer Enthaltung sprach sich das höchste beschlussfassende Gremium der Studierendenschaft für unseren Antrag aus. Teil des Beschlusses war auch, dass der AStA sich nun für einen positiven Beschluss einsetzen und insbesondere zur Zeichnung der Petition aufrufen darf.