Uni.Urban.Mobil.

Theaterplatz

Der Theaterplatz soll umgebaut werden! Uni.Urban.Mobil. begrüßt die ambitionierten Planungen - allerdings müssen hier noch die verkehrlichen Aspekte stärker berücksichtigt werden.

Neuigkeiten

Worum geht es?

Der Theaterplatz soll umgebaut werden! Hierzu hat die Stadt einen Planungswettbewerb ausgelobt. Dieser ist nun abgeschlossen. Nun sollen die Entwürfe weitergeplant werden - noch in diesem Jahr soll über die Zukunft des Theaterplatzes beschlossen werden.

Was haltet ihr davon?

Uni.Urban.Mobil. begrüßt die Umgestaltung des Theaterplatzes zugunsten einer hohen Aufenthaltsqualität sehr. Insbesondere die fast vollständige Befreiung vom motorisierten Individualverkehr wird den Platz deutlich aufwerten und ist ein Signal für eine schrittweise Abkehr von der „autogerechten“ Stadt.

Allerdings wird die angestrebte Umgestaltung zum „Shared Space“ der zentralen Bedeutung des Theaterplatzes für die Mobilitätswende und die Etablierung eines großräumigen, nachhaltigen Verkehrskonzeptes in Aachen nicht gerecht. In unserer Stellungnahme legen wir dar, welche Aspekte der Mobilität in den weiteren Planungen berücksichtigt werden müssen. Unsere Vorschläge haben wir in eigenen Entwürfen für die Verkehrsflächenaufteilung illustriert.

Unsere Stellungnahme mit unseren Entwürfen der Verkehrsaufteilung

Der Theaterplatz ist ein wichtiger Verkehrsknoten des Umweltverbundes - gestalten wir ihn schön!

  • Der Theaterplatz ist zentral für den ÖPNV - alle 36 Sekunden fährt hier ein Bus! Qualität im Busverkehr braucht eine getrennte Fahrbahn.
  • Da der Theaterplatz nach dem Umbau ca 30 Jahre nicht wieder umgebaut werden darf, müssen hier Vorleistungen für eine Straßenbahn geschaffen werden!
  • Der Radverkehr braucht sowohl entlang des Kapuzinergrabens als auch entlang der Theaterstraße eine getrennte Führung, um Konflikte mit Zu-Fuß-Gehenden und stark frequentierten Bussen zu vermeiden. Denn der Grabenring soll Radverteilerring für hier zusammenlaufende Radvorrangrouten werden, und somit für jung und alt sicher und zügig befahrbar sein.
  • Aufgrund der hohen Bedeutung für den Verkehr der Zukunft braucht es eine klare Trennung der Verkehre - auch zur Sicherheit der Zu-Fuß-Gehenden. Dafür braucht der Fußverkehr an definierten Stellen Vorrang durch großzügige und komfortable Querungen entlang der Hauptachse des Kapuzinergrabens. Dies befreit das Theater aus der Insellage.

Unsere Vision des Theaterplatzes...

...ist ganz eindeutig eine Neuverteilung des öffentlichen Raums zugunsten der Aachen Bürger:innen und nachhaltiger Mobilitätsformen. Der Platz muss barrierefrei für den Fußverkehr gestaltet werden und gleichzeitig Konflikte zwischen eben diesem und dem Bus- und Radverkehr vermeiden. Daher ist es wichtig, dass es eine niveaugleiche Führung für Zufußgehende gibt, welche entlang des Kapuzinergrabens Vorrang gegenüber anderem Verkehr genießt. Gleichzeitig soll der Bus- und Radverkehr ansonsten eine klare Führung mit Höhenunterschied zum Fußverkehr haben, sodass die Wege einfach erkennbar sind.

Für unsere Vision des Theaterplatzes haben wir Querschnitte gezeichnet, um eine Diskussionsgrundlage zu bieten. Die Pläne sind unserer Stellungnahme als PDF angehängt.

Stadtgestaltung und Mobilität zusammen denken

Die Verkehrswende ist unabdingbar für die Bekämpfung der Klimakrise, für die Gewährleistung von Mobilität für alle und für die Gestaltung der Stadt als menschengerechten Lebensraum durch eine hohe Aufenthaltsqualität. Hierfür muss ein attraktives Angebot als Alternative zum Auto geschaffen werden, um Flächen für diese Ziele zu gewinnen. Fuß, Rad und ÖPNV dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden; bei jeder Neuplanung muss der Verkehr ausreichend mit berücksichtigt werden.

Neuigkeiten zu diesem Projekt

  • Der Theaterplatz ist ein wichtiger Verkehrsknoten des Umweltverbundes – gestalten wir ihn schön!

    Pressemitteilung 07.02.2022

    Die studentische Initiative Uni.Urban.Mobil. (U.U.M.) begrüßt ausdrücklich die Umgestaltung des Theaterplatzes zugunsten einer hohen Aufenthaltsqualität. Die Entwürfe aus dem Planungswettbewerb zeigen, wie die städtebauliche Gestaltung zukünftig in Aachen aussehen kann. Gleichzeitig stellt U.U.M. klar, dass die hohen verkehrlichen Anforderungen in den weiteren Planungen berücksichtigt werden müssen, damit dieser Platz auch in 20 oder 30 Jahren noch gut funktioniert.