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Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Bismarckstraße

Ankündigung Aufruf Stellungnahme 11.08.2020

Im Rahmen der Einrichtung der Radvorrangrouten soll die Bismarckstraße zur Fahrradstraße werden.

Entschieden werden soll über die Gestaltung der Straße und der Reduzierung des Kfz-Verkehrs im Viertel.

Hierzu führt die Stadt derzeit eine Bürgerbeteiligung durch - coronabedingt in Form eines Online-Fragebogens.

Kurz und knapp: Ausfüllhilfe zur Umfrage

Alle Bürger*innen können bei der Umfrage der Stadt mitmachen! Bitte nehmt diese Möglichkeit der Mitbestimmung unter dem unten stehenden Link wahr. Wie wir den Fragebogen ausgefüllt haben, seht ihr hier in Kurzform und begründen im folgenden unsere Wahl.

Zur Kurzumfrage der Stadt →

Ausführliche Informationen zu den Varianten gibt es auf der Website der Stadt.

Unsere Position: Variante 2 und Möglichkeit 4.

Gestaltung des Straßenraumes

Die Stadt stellt drei Varianten zur Auswahl.

Variante 1: Fahrradstraße, ansonsten Status Quo, Erhalt aller Parkplätze

Variante 2: Fahrradstraße mit breiter Seitenraumgestaltung

Variante 3: breite Fahrradstraße

Wir sprechen uns eindeutig für Variante 2 aus, denn:

  • Die Breite der Fahrradstraße erlaubt komfortablen Begegungsverkehr mit Fahrrädern und Kfz, ist aber schmal genug, sodass Kfz nicht zum Rasen eingeladen werden.
  • Als Teil einer Radvorrangroute ist auf der Bismarckstraße ein hohes Fahrradaufkommen zu erwarten. Die derzeitigen Parkplätze schräg zur Fahrbahn gefährden beim Ausparken Radfahrer*innen.
  • Die breiten Fußwege auf beiden Seiten sind barrierefrei und bieten Platz für Rollstuhlfahrer*innen und Kinderwagen.
  • Durch den breiten Seitenraum stehen Außenflächen für die Gastronomie und für Aufenthaltsflächen zur Verfügung.

Unsere Forderung

Ergänzend fordern wir, dass die Parkstreifen zugunsten komfortabler und sicherer Querungsmöglichkeiten für Fußgänger*innen regelmäßig und an Kreuzungen unterbrochen werden, indem der Gehweg an die Fahrbahn vorgezogen wird. Zudem sollen Liefer- und Ladezonen gekennzeichnet werden, sodass keine Fahrzeuge auf der Fahrradstraße halten müssen. Die Parkstreifen sollen auch genutzt werden, um weitere schattenspendende Bäume, Grünflächen und Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen.

In allen Varianten ist der Erhalt von über 75% der derzeit vorhandenen Stellplätze vorgesehen. Für eine Verkehrswende und die damit einhergehende Umgestaltung des Straßenraumes ist dies auf Dauer zu viel. Die noch vorhandenen Stellplätze müssen auch in den Folgejahren weiter reduziert werden. Daher sollen die KfZ-Stellplätze so gebaut werden, dass eine spätere Umwandlung in Gehwege oder Grünflächen möglich ist. Alternative Parkmöglichkeiten sollen baldmöglichst geschaffen werden - in Garagen, Hinterhöfen, (zeitweise) ungenutzten gewerblichen Parkflächen etc, sodass die Parkplätze verlagert werden können.

Unterbindung des Kfz-Verkehrs im Viertel

Die Bedeutung der Bismarckstraße für Fuß- und Radverkehr ist hoch und wird durch die Radvorrangroute und den Premiumfußweg zum Frankenberger Park weiter wachsen. Zudem können nur Straßen als Fahrradstraße ausgewiesen werden, auf denen hinreichend wenig Kfz-Verkehr fließt. Daher schlägt die Stadt vier Möglichkeiten vor, den Durchgangsverkehr im Viertel zu reduzieren.

Nebenstehend haben wir die vier Möglichkeiten der Stadt dargestellt. Die Durchtrennung am Frankenberger Park (Möglichkeit 4) bietet die effektivste Reduktion des Kfz-Verkehrs an und wird den Anforderungen einer Fahrradstraße gerecht. Zudem wird der Park weiter aufgewertet.

Kurzdarstellung der Möglichkeiten und Ausschnitt aus den Daten der Stadt. Details zu den Möglichkeiten und Verlagerungseffekten gibt es in der Bürgerinformation Bismarckstraße der Stadt Aachen

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