Uni.Urban.Mobil.

Gemeinsame Stellungnahme zum Artikel „Radfahrer sind hier künftig unerwünscht“

Ankündigung Pressemitteilung 05.02.2020

Auf der Pontstraße werden in den nächsten Jahren abschnittsweise Leitungen saniert. Üblicherweise werden solche Maßnahmen zum Anlass genommen, die Straßen umzuplanen - das heißt, in der nächsten Zeit wird sich diese Straße verändern.

Am 30. Januar 2020 wurde die Umgestaltung der Pontstraße zwischen Driescher Gässchen und Pontdriesch im Mobilitätsausschuss behandelt, denn dieser Abschnitt wird ab Ende des Jahres als erstes in Angriff genommen. Neben den sehr zu begrüßenden Planungen zur Aufwertung der Straße wurde allerdings auch eine Schließung der Pontstraße für Radfahrer*innen beschlossen.

Darüber berichtete auch die Aachener Zeitung am 1. Februar 2020 und schrieb, dass dieser Beschluss von der SPD Ratsfraktion mit den Verbänden abgesprochen wurde. Dies ist allerdings ein Missverständnis, daher haben die SPD und die Verbände eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, an der sich auch Uni.Urban.Mobil. beteiligt hat.

Zur gemeinsamen Stellungnahme von ADFC Aachen, SPD Aachen, Uni.Urban.Mobil. und VCD Aachen-Düren →

Unsere Position

Wir möchten hier ergänzend die Möglichkeit nutzen, um unsere Position deutlich zu machen.

Der rot markierte Teil der Pontstraße soll nun für Radfahrer*innen gesperrt werden. Allerdings ist die Situation für Radfahrer*innen in der Umgebung ungenügend, um eine sichere Alternative für die Pontstraße darzustellen. Es wurden noch keine konkreten Beschlüsse gefasst, die alternativen Routen über die Wüllnerstraße, Templergraben, Driescher Gässchen und Pontdriesch (alle gelb) für Radfahrer*innen zu verbessern. Unserer Auffassung nach wäre die richtige Reihenfolge, erst die Alternativen zu schaffen, bevor über Streckensperrungen für Radfahrer*innen diskutiert wird.

Derzeit kommt es nicht zu Konflikten zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen in diesem Teil der Pontstraße, sodass eine Änderung der aktuellen Regelung nicht notwendig ist. In der Stellungnahme haben wir hierzu auch auf eine Studie verwiesen, die positive und negative Folgen der Öffnung einer Fußgängerzone für den Radverkehr untersucht hat.

Unzufrieden hingegen sind wir mit der verkehrlichen Situation in der oberen Pontstraße (blau) - denn hier fehlen breite Fußwege und zeitgemäße Radwege. Zudem wird der hohe Kfz-Verkehr der Bedeutung dieser Straße für den ÖPNV sowie dem hohen Fußverkehr zu allen Tageszeiten nicht gerecht. Wir hoffen auf die Berücksichtigung dieser Punkte bei den anstehenden Überplanungen; aber auch kurzfristige Maßnahmen könnten hier schon spürbare Verbesserungen erwirken.

(jn)

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